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Die Platznahme von vulkanischen Gesteinen, insbesondere die Umbildung von  Gesteinsglas in stabile Kristallisate geht mit Temperatursenkung und gleichzeitiger Volumenverringerung einher. Das ist sowohl bei kompakten Vulkanitkörpern als auch bei Ascheablagerungen zu beobachten. Ein dabei entstehender relativer Unterdruck in dem sich verändernden Material ist die Ursache, und die Folge sind Hohlraumbildung in Rhyolithkugeln, Absonderungsspalten usw. Diese Hohlräume können wiederum Zielort von migrierenden Stoffen sein, indem sie die Restdifferenziate aus der Mineralisation in sich hineinsaugen, sie gewissermaßen auszutschen.

Die schließlich bis auf atmosphärische Bedingungen sinkende Temperatur bewirkt zudem, dass das im magmatischen Milieu generierte Schmelzenmaterial sich nun schrittweise zu einem Glas verfestigen kann. Damit ist aber die Möglichkeit, Mineralphasen zu bilden, die dem Ursprungsgestein der Gesteinsschmelze gleichkommen, nicht mehr gegeben. Es bilden sich Minerale, die von den Alkalien bevorzugt nur das Kalium einbauen, wie zum Beispiel Kalifeldspat und Hellglimmer. Das Natrium bleibt in Lösung, wie auch der ihm ehemals in der Schmelze  zuordenbare Kieselsäureanteil. Unter Beteiligung von Wasser entsteht so eine wasserglasähnliche alkalische Flüssigkeit, die zum Ausgleich des relativen Unterdrucks im Gestein ihre Migrationsfähigkeit beweist und sich bei Wechsel des pH-Milieus zu sauer hin fixiert. Als Ursache für ein Saurerwerden können organische Stoffe wie Holz fungieren, wobei die alkalische Lösung die Holzsubstanz zerstört und an deren Stelle die Kieselsäure tritt. Die weltweit vorkommenden Kieselhölzer legen hierüber Zeugnis ab.

In das Netz am 17.1.2014 gestellt