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Am 26.06.2012 entschied eine Expertenkommission der sächsischen Landesregierung, welche zwei Anträge des Freistaates als Vorschlag für die Tentativliste der UNESCO-Welterbestätten an die Kultusministerkonferenz der Länder gemeldet werden sollten. Im März hatte sich auch die Stadt Chemnitz mit dem Versteinerten Wald dafür beworben. Mit der Vorstellung des Chemnitzer Projektes vor der Expertenkommission der Landesregierung war eine Mitarbeiterin des Naturkundemuseums im Beisein der Oberbürgermeisterin, des Direktors des Museums und weiterer Amtsträger und Spezialisten betraut worden.


Eine Nominierung des Chemnitzer Projekts an die Kultusministerkonferenz der Länder als nächsten Schritt erfolgte nicht, obwohl man sich offensichtlich beträchtliche Chancen ausgerechnet hatte. Zwei andere Anträge wurden ausgewählt. Die Entscheidung wurde in der Stadtverwaltung mit Bedauern aufgenommen. Der Kommentar der Oberbürgermeisterin: "Schade, dass sich die Kommission nicht dafür entschieden hat. Wir müssen´s respektieren. Die Kollegen aus dem Naturkundemuseum haben das hervorragend gemacht, haben das hervorragend präsentiert. Soweit ich weiß, gab´s aus der Kommission dafür viel Respekt, Anerkennung insgesamt. Andere waren besser, stärker oder die Themen gefallen der Landesregierung besser. Das muss man dann respektieren (http:// news-chemnitz.de\ versteinerter_Wald_in_ Chemnitz_schafft_es_nicht_auf_Welterbe-Liste, vom 28.06.2012). "Ein bisschen enttäuscht", zeigte sich der Direktor des Naturkundemuseums, doch "alle Projekte wie weitere Grabungen nach dem 291 Millionen Jahre alten fossilen Schätzen sollen aber weiterlaufen (Freie Presse, 27.06.2012, S. 2).

Es soll also weitergehen wie bisher. Aber: Wäre es nicht angebracht, nach Gründen für das Abschneiden des Chemnitzer Projektes zu suchen, Hinweise und Empfehlungen, auch von der Landesregierung, endlich ernst zu nehmen?


Irreführend war eigentlich schon die Bezeichnung des Welterbe-Projektes als "Versteinerter Wald Chemnitz", ohne den konkreten Inhalt des Projektes darzustellen. Damit wurde der Öffentlichkeit immer wieder suggeriert, dass die im DAStietz stehende Inszenierung der Versteinerten Stämme zum Welterbe der UNESCO erklärt werden sollten.









Der Versteinerte Wald - eine museale Attraktion im DAStietz beim Aufbau



Fakt ist, dass Chemnitz mit dem Versteinerten Wald und den über Jahrzehnte auf dem Territorium der Stadt aufgefundenen Kieselhölzern und anderen Fossilien im DAStietz einschließlich Museum für Naturkunde einen Schatz besitzt, der von enormer Bedeutung für die Erforschung der Erdgeschichte ist. Das wird international durch Fachwissenschaftler geschätzt und ist auch den Chemnitzern nicht unbekannt, und so ist es auch in der Bewertung durch die Expertenkommission der Landesregierung ausgedrückt. Aber Fakt ist auch, dass die UNESCO klare Kriterien für einen Welterbe-Titel erlassen hat, und danach kann eben nur eine Immobilie den Titel erhalten, d.h. ein Gebiet, das territorial eindeutig gegenüber nicht zu schützenden Teilen abgegrenzt sein muß. Museumsobjekte – und dazu zählen nun einmal auch alle Kieselhölzer im DAStietz – unterliegen dem musealen Schutz und können kein Welterbe werden. Das ist auch in Chemnitz seit langem bekannt, aber eine konkrete Aussage dazu hat es seitens der Stadtverwaltung und der Fachleute des Museums bisher nicht gegeben.

Was Welterbe in Chemnitz werden sollte, war erst durch eine gezielte Leseranfrage zu ermitteln. Demnach würde die Grabung auf dem Sonnenberg im Hinterhof des ehemaligen Europa-Kinos diesen Ansprüchen genügen (Freie Presse vom 03.03.2012, S. 13). Ab April 2012 wollte das Museum für Naturkunde dort zu Führungen einladen (Wochenspiegel vom 28.01.12, S. 3). Anfang Juli ist aber immer noch nichts davon zu spüren. Sensationsfunde wie auf dem Filetstück für Kieselholz an der Frankenberger Straße, ein Vorkommen, das leider nur als Versuchsgrabung herhalten musste, sind hier weniger zu erwarten. Die Gittertore auf der Grabung Sonnenberg bleiben für die Öffentlichkeit verschlossen. Dieses Loch hier im Hof zwischen Hain-, Gießer- und Stiftstraße also sollte sich nach Ansicht unserer Experten als UNESCO-Welterbe z.B. mit den Wasserfällen des Iguazu in Brasilien oder den ägyptischen Pyramiden messen.











Das sollte das Welterbe Versteinerter Wald werden.







Oder glaubte man etwa tatsächlich, die UNESCO würde ihre Kriterien nach den Wünschen von Chemnitz ändern und Museumsgut zu Welterbe erklären? Dann hätten Nofretete, die Sixtinische Madonna, der Urvogel Archeopterix und Tausende anderer Schätze in den Museen sicher längst Titelambitionen anmelden können. Doch spätestens seit dem Dilemma um die Dresdner Waldschlößchenbrücke dürfte klar sein, dass die Richtlinien der UNESCO nicht verhandelbar sind. Das wissen wohl auch die Mitglieder der Kommission der Landesregierung und haben die entsprechende Auswahl getroffen. Deshalb haben sie in ihrer Bewertung zur Bewerbung von Chemnitz auch erklärt: "Die Fossilienlagerstätten des Versteinerten Waldes in Chemnitz sind weltweit einzigartig und präsentieren einen Ausschnitt aus der Lebewelt vor über 290 Millionen Jahren. Nach Auffassung der Experten ist der versteinerte Wald eine hochkarätige Naturerscheinung ... Es fehlt aber bislang eine klare Gebietskulisse, die Voraussetzung ist für eine konfliktfreie Gestaltung des Schutzstatus." (Internet: news-chemnitz vom 29.06.2012)

Das bedeutet nichts anderes als die Forderung, dass nur das Territorium, auf dem Funde von Kieselholz zu erwarten sind, den Schutz als UNESCO-Welterbe erwerben könnte. Nun ist aber gerade dieses Territorium weitgehend städtisch bebaut. Doch heißt es wirklich, die Stadt abreißen zu müssen, wie behauptet wird? Rom steht noch, obwohl sicher noch längst nicht alle antiken Überreste ausgegraben sind. Das Zentrum Roms ist eine mit Leben erfüllte Innenstadt mit breiten Straßen und bewohnten Gebäuden. Und trotzdem steht es auf der Liste der Welterbestätten.








Antike und Gegenwart im Zentrum Roms


Für den Versteinerten Wald ist die Basis des Zeisigwalder Porphyrtuffs relevant, deren geologische Fixierung hinreichend genau ermittelt werden muss. Dabei wird zu entscheiden sein, inwieweit nur die Chemnitzer Kieselholzvorkommen (Hilbersdorf, Sonnenberg, Küchwald, Goetheplatz, Rabenstein) oder auch außerhalb der Stadt liegende Vorkommen in gleicher geologischer Position (Rüsdorfer Wald bei Hohenstein-Ernstthal und Gückelsberg bei Flöha) mit einbezogen werden.

Es müsste also durchaus möglich sein, ein einigermaßen konkretes Territorium zu benennen, auf dem aufgrund geologischer Kenntnisse mit Kieselholzfunden in vertretbarer Nähe zur Oberfläche zu rechnen ist. Bereits am 29.07.2004 wurde gelegentlich einer Ortsbegehung mit Vertretern der zuständigen sächsischen Ministerien empfohlen, als Nachweis für das Kieselholz aus dem Zeitalter des Perm im Untergrund der Stadt an geeigneter Stelle ein sogenanntes Fenster in die Erdgeschichte zu errichten. Darunter verstand man jedoch nicht zu graben und die Fundstelle auszuräumen, um die Fundstücke dann in irgendeinem Keller oder sonstwo verschwinden zu lassen. Ein "Fenster in die Erdgeschichte" genanntes Projekt bedeutet, wie schon mehrfach erläutert, die Fundstücke an Ort und Stelle im Erdreich zu belassen (in situ) und sie, gewissermaßen als Beleg, entsprechend geschützt für die Öffentlichkeit dauerhaft sichtbar zu machen.

In Chemnitz ist das anders. Da wird ausgebuddelt, bis die Fundstelle leer geräumt ist, um danach die Grube wieder zuzuschütten – siehe Frankenberger Straße. So ist ein Fenster in die Erdgeschichte nach den Empfehlungen der Experten der Landesregierung mit Sicherheit nicht vorgesehen gewesen, und dieses Vorgehen widerspricht auch grundlegend den Kriterien der UNESCO zum Welterbe. Aber: Die Oberbürgermeisterin und natürlich auch der Direktor des Naturkundemuseums halten jedenfalls an dem Fenster in die Erdgeschichte, wie sie es verstehen, auf dem Sonnenberg fest, es wird weiter gebuddelt. Und wer garantiert, dass die Grabung auf dem Sonnenberg die letzte ist?

Die UNESCO fordert:

"Um als Gut von außergewöhnlichem Wert zu gelten, muß ein Gut auch die Bedingungen der Unversehrtheit und/oder Echtheit erfüllen und über einen Schutz- und Verwaltungsplan verfügen, der ausreicht, um seine Erhaltung sicherzustellen." (UNESCO: Richtlinien für die Durchführung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt Pkt. 79).

Davon ausgehend hatte der Stadtrat die Verwaltung beauftragt, die juristische Absicherung vorzubereiten für "1. den Schutz des Namens Versteinerter Wald und dessen Vermarktung, und 2. den Schutz der im Zusammenhang stehenden beweglichen und unbeweglichen Objekte im geborgenen und ungeborgenen Zustand." (Beschluß BA-19/2006 des Stadtrates Chemnitz).Für den ersten Teil hat kurz nach Beschlussfassung ein Chemnitzer Unternehmer und nicht die Stadt stillschweigend die Rechte erworben, für den zweiten Teil verlautete auf Nachfrage aus dem Naturkundemuseum mit Unterschrift der Kulturbürgermeisterin, dass die Umsetzung des Beschlußpunktes des Stadtrates nicht erforderlich sei.

Der Welterbetitel für den Versteinerten Wald ist nun auf lange Sicht hin gestorben. War das vielleicht mit dem Titel gar nicht so ernst gemeint? Der Direktor des Naturkundemuseums orientiert nach wie vor auf weitere Grabungen, ein Ziel, was dem Welterbegedanken zutiefst entgegensteht. Um es nochmals zu betonen: Welterbe bedeutet in erster Linie zu schützen und zu erhalten und nicht nach den fossilen Schätzen zu graben. So dürfte dem Museumsdirektor die Entscheidung der Landesregierung recht entgegenkommen, denn nun ist der Zwang, etwas schützen zu müssen, vom Tisch, und der einfache Schutz als Naturdenkmal kann warten. Hat das nicht einen gewissen Ruch wie "altägyptische Raubgräberei", wenn man vom noch kürzlich angestrebten höchsten Schutz als UNESCO-Welterbe nun wieder in die durch keinerlei Regelungen beeinträchtigte Ausbeutung der ansonsten als Schatz ausgewiesenen Kieselhölzer eintreten kann? Und wozu und warum zum gegenwärtigen Zeitpunkt muss eigentlich alles ausgegraben werden? Schon Johann Traugott Sterzel wußte, dass der beste Schutz für die wertvollen Kieselhölzer das umgebende Erdreich ist. Die Aufarbeitung der bereits jetzt vorhandenen Grabungsfunde wird nach Aussage des Direktors des Museums noch Jahre dauern.

Auf eine Anfrage an den damaligen Präsidenten des Sächsischen Oberbergamtes Freiberg im Jahre 2007 bestätigte dieser: "Der Freistaat Sachsen sorgt über § 12 SächsNatSchG für den notwendigen Schutz von Bodenbestandteilen außerhalb des Bergrechts." ... " ... ist die Vorschrift geeignet, die notwendige Schutzfunktion auch für das in Rede stehende Kieselholz zu entfalten." Die dafür zuständige untere Naturschutzbehörde der Stadt Chemnitz ist bisher offensichtlich noch nicht tätig geworden, denn es gibt keinerlei offizielle Regelungen, wie in möglichen Fundgebieten bei Tiefbauarbeiten oder Ausgrabungen zu verfahren ist, nach wie vor kann in Chemnitz jeder auf einem ihm gehörenden Grundstück mit möglichen Funden an Kieselholz verfahren, wie es ihm beliebt. Eine Schutzfunktion für Kieselholz gibt es nicht. Wie konnte dann die Chemnitzer Delegation vor der Sächsischen Landesregierung glaubwürdig versichern, die UNESCO-Kriterien einhalten zu wollen? Es wäre sicher auch für die Chemnitzer Bürger interessant zu erfahren, wie mit dem nachweislich wertvollen Schatz künftig verfahren werden soll.

Fakt ist, dass wesentliche Informationen für die Chemnitzer bisher gezielt zurückgehalten wurden und der Fokus der Welterbestätte immer wieder auf die im DAStietz stehende Inszenierung der Stämme gerichtet wurde. War das nun Unkenntnis der Verantwortlichen oder gar Ausdruck einer vorsätzlichen Desinformation, um die Verleihung des Welterbe-Titels durch entgegenstehende, vielleicht gar persönliche Interessen von vorn herein zu verhindern? Dass auf dem Weg zum Welterbe die Stadt in dreister Weise an der Nase herumgeführt wurde, Beschlüsse des Stadtrates nicht umgesetzt oder falsch ausgelegt wurden, ordnet sich in das Gesamtbild ein und läßt sich über den gesamten Zeitraum verfolgen.

So hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am 05.04.2006 seine Absicht bekundet, einen Antrag prüfen zu lassen, den Chemnitzer Versteinerten Wald auf die UNESCO-Welterbeliste zu setzen.

"1. Der Stadtrat unterstützt die Aufnahme des Steinernen Waldes Chemnitz in die UNESCO-Liste für das Weltnaturerbe und beauftragt die Stadtverwaltung, den Antrag zur Nominierung an die UNESCO-Kommission vorzubereiten.

2. Nach der Projektentwicklung und vor Auslösen der Antragstellung ist dem Stadtrat ein Vorschlag über Kostenrahmen und Finanzierung für die Schaffung/Erhaltung/Konservierung und das touristische Vermarktungskonzept zur Beschlussfassung vorzulegen.

3. Das Vorhaben Weltnaturerbe Steinerner Wald Chemnitz wird als integraler Bestandteil im Rahmen der Stadtentwicklung unterstützt." (Beschluß B-48/2006 des Stadtrates Chemnitz)

Dieser Ratsbeschluss wurde zwar mitunter als geltende Grundlage zitiert, aber es wurden weder die geforderten Konzepte erarbeitet noch vor Antragstellung auf den Welterbe-Titel dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt. So blieben sowohl geplante Vorhaben noch deren Finanzrahmen oder Vermarktungsvorschläge im Dunkeln. In der Hauptsache entsprangen alle Projekte und Konzepte den Wünschen und Vorstellungen des Direktors des Chemnitzer Naturkundemuseums, öffentliche Debatten fanden nicht statt. Um überhaupt der Öffentlichkeit etwas Nachvollziehbares in die Hand zu geben, sollte der Stadtrat Anfang 2012 lediglich über eine Informationsvorlage aufgeklärt werden. "Ursprünglich sollte die Bewerbung vorher noch mal im Stadtrat thematisiert werden", so der Sprecher des Tietz am 31.01.2012. Und weiter: "Es gibt aber demnächst eine Informationsvorlage für die Stadträte." (Internet: sz-online/Chemnitzer Morgenpost, 31.01.2012) Nur, wann bitte ist "demnächst", und warum nur für die Stadträte und nicht für die interessierte Öffentlichkeit?

Der unübersehbare Zusammenhang zwischen dem montanistischen Wesen des Versteinerten Waldes und Georgius Agricola führte bereits vor Jahren zu dem Vorschlag, auch unterstützt vom zuständigen sächsischen Ministerium, dass sich Chemnitz mit dem Versteinerten Wald dem Welterbeprojekt Montanregion Erzgebirge anschließen solle. Der Versteinerte Wald Chemnitz stelle nicht nur eine Bereicherung für das Vorhaben Montanregion dar, auch die Chancen auf den Titel verbesserten sich. Der Vorschlag sollte in der für das Welterbeprojekt eingesetzten Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung beraten werden. Zu dieser Erörterung kam es nicht. Die Kulturbürgermeisterin teilte bereits kurze Zeit später in der Presse mit, "der Stadtrat habe 2006 beschlossen, einen eigenständigen Welterbe-Antrag zu verfolgen, und dabei werde es auch bleiben." (Freie Presse vom 12.02.2008, S. 9) – Eine klare Mißdeutung des Ratsbeschlusses B-48/2006! Warum wollte wohl die Stadt Chemnitz einen eigenen Weg gehen? Ein Schelm, der Arges dabei denkt!

Alles in allem: der Welterbetitel für den Versteinerten Wald wurde verspielt, aus Unkenntnis, aus Unfähigkeit, den Prozess zielführend zu gestalten, aus Egoismus und Selbstsucht? Viele Gründe sind möglich.

Wenn dem Direktor des Museums für Naturkunde allerdings erst bei der Bewerbung um den UNESCO-Welterbe-Status Ende März in Dresden klargeworden sein soll, "dass manche Kriterien der Expertenkommission nur schwer zu erfüllen gewesen wären – wie z.B. die Unterschutzstellung des betreffenden Areals, das sich unter großen Abschnitten der Stadtteile Sonnenberg und Hilbersdorf befindet" (blick lokal vom 27.06.2012, S. 3), so zeugt das von einer außerordentlichen Ignoranz gegenüber den Stadtratsbeschlüssen und einer Inkompetenz im Amt. Es stellt sich die Frage, wo sich der Chef des Naturkundemuseums in den letzten fast zehn Jahren befunden hat. Eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung war ihm an die Hand gegeben, Dokumente und Richtlinien auch von den Gremien des Museumsrates und der UNESCO waren genügend vorhanden, an sachkundigen Hinweisen und Hilfestellungen mangelte es nicht. Sie qualifiziert anzuwenden und umzusetzen, wäre die Dienstaufgabe gewesen.

Er aber legt nur fest: "Die laufenden Projekte wie z.B. die geplanten Grabungen auf dem Gelände des früheren Europa-Kinos, das sogenannte ´Fenster in die Erdgeschichte`, sollen vom Welterbe-Status unbeeinflußt weitergehen." (blick lokal vom 27.06.2012, S. 3). – Also einfach weiter buddeln?

So aber wurden wohl wesentliche Bedingungen zum Verleihung des Titels UNESCO-Welterbestätte mit Wissen um die Situation nur deshalb nicht geschaffen, um eigene (persönliche?) Interessen gegen den Willen der Stadt durchzusetzen. Man könnte dies einfach als unseriös benennen, aber in Chemnitz ticken die Uhren nun einmal anders.

Barbara und Dr. Frieder Jentsch


In das Netz gestellt am 4. 7.2012