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Im Herbst 2013 wurde bei einem Erweiterungsbau des Klinikums Küchwald an der Leipziger Straße in Chemnitz die Folge von rhyolithischen Tuffen der Planitzer Schichten aufgeschlossen. Bei dieser Folge handelt es sich um Pakete von feinst-   bis mittelkörnigen rhyolithischen Tuffen. Abgeschlossen wird die Serie durch die Decke des teils glasigen, rhyodacitischen „Quarzporphyr-Ignimbrits“ des Erzgebirgischen Beckens. Man kann davon ausgehen, dass es sich hierbei um eine kontinuierliche Eruptionsserie handelt, da sedimentäre Zwischenlagen mit einer zu erwartenden Lebewelt fehlen. Auf die chemische Inhomogenität, sprich die Unvereinbarkeit des Chemismus der ausgetretenen vulkanischen Produkte mit daraus zu bildenden Gesteinen konnte bereits hingewiesen werden (Vgl. diese Homepage: Diss Jentsch 1979). So waren auch die Bedingungen einer Auszutschung, also der Aufspaltung der entstehenden Glasmasse in ein kaliumbetontes Gestein und eine zunächst nicht kristallisationsfähige, von Natrium angereicherte migrierende Lösung optimal gegeben








Der Aufschluss an der Leipziger Straße. In Bildmitte graugrünes Material als Folge der Auszutschug, un regelmäßig in hellem Tuff der Planitzer Schichten eingelagert 



In der Tat fanden sich in der nahezu ungestörten Lagerung des Tuffpaketes, wie hineingedrückt, bis mehrere Kubikmeter große, unregelmäßige Gesteinskörper, die darauf hindeuten, dass hier Produkte der Auszutschung ihren Platz fanden. Die Oberfläche dieser  harten, meist graugrünen Körper zeigte sich blumenkohllartig pustelig, teils  noch die geschichtete Struktur des umgebenden Tuffes angedeutet. Ihre innere Struktur verwies auf ehemals turbulente Strömungsverhältnisse, ähnlich der in manchen „sedimentären Gängen“, die ab und an auch hier zu beobachten waren







Dieselbe Struktur innerhalb der geschichteten Tuffe näher betrachtet.












Eine anderer, domartig in den Tuff hineingepresster Körper von ausgezutschtem Material

 










Produkte der Auszutschung schichtparallel linsenförmig im Tuff eingeschaltet, auf Höhe Hammerkopf 








Fetzenartige, chaotisch angeordnete Schlieren als Folge eines abrupt abgelaufenen Ortswechsels der Auszutschungsprodukte








Auf der Oberfläche eines Auszutschungskörpers erhaltener Abdruck der Schichtung des Tuffes.





In das Netz am 17.1.2014 gestellt